
Vizebürgermeister Gaugl legt Amt nieder – Comeback auf dem Volleyballfeld?
Für Verwunderung – und mittlerweile auch für eine gewisse Aufbruchsstimmung – sorgt derzeit eine Entwicklung rund um TSV-Geschäftsführer und Vizebürgermeister Markus Gaugl.
Der Mann mit dem markanten Vollbart, der seit Jahren in der Politik tätig ist und als Vizebürgermeister für Verlässlichkeit, Führungsstärke und Handschlagqualität steht und in Hartberg als prägende Persönlichkeit gilt, soll intern seinen Entschluss bekannt gegeben haben:
Er legt sein Amt als Vizebürgermeister zurück, um im Finale selbst noch einmal auf dem Feld zu stehen.
Und offenbar meint er es ernst.
„Mir ist alles andere scheißegal – ich will das jetzt einfach machen!"
Das soll Gaugl im engsten Kreis gesagt haben.
Auslöser dafür ist die aktuelle sportliche Situation. Der TSV Raiffeisen Hartberg steht zum dritten Mal im Finale – und genau das scheint Gaugl an seine Grenzen zu bringen.
„Ich halte das nicht mehr aus. Dieses Zuschauen… das zerreißt mich innerlich. Ein drittes Finale nur von außen? Das geht nicht. Ich muss da rein.“

Was zunächst wie ein emotionaler Ausbruch wirkte, hat sich inzwischen zu einem ernsthaften Projekt entwickelt.
Trainingsstart im Hartberger Gmoos – und ein wachsender „Gaugl-Run“
Seit wenigen Tagen wird Gaugl regelmäßig frühmorgens im Hartberger Gmoos gesichtet. In Laufschuhen, mit wehendem Bart, irgendwo zwischen Entschlossenheit und leichter Selbstüberschätzung.
Begonnen hat alles mit kurzen Einheiten. Inzwischen ist daraus ein tägliches Programm geworden – inklusive Kraftübungen, Koordination und ersten Ballkontakten.
Auffällig:
Immer mehr Menschen schließen sich ihm an.
Was als einzelner Lauf begann, erinnert mittlerweile an eine Szene aus Forrest Gump:
Eine wachsende Gruppe folgt ihm schweigend durch das Gmoos, ohne genau zu wissen, warum – aber überzeugt, dass es richtig ist.

Spätestens hier wird klar:
Das Ganze ist zumindest… ungewöhnlich.
Regeneration auf höchstem Niveau
Parallel dazu arbeitet Gaugl intensiv an seiner körperlichen Verfassung. Unterstützt wird er dabei durch gezielte Maßnahmen – unter anderem in der neu eröffneten Recovery Box in Hartberg, wo er auf modernste Technologien setzt:
- Rotlicht
- Unterdruck-Kältetherapie
- Hochfrequenzanwendungen
„Ich will jetzt wirklich alles rausholen, was noch irgendwo drin ist.“
Markus Gaugl, selbsternannter TSV-Athlet
Ernährungstechnisch wurde ebenfalls umgestellt:
- striktes Programm
- klare Struktur
- konsequentes Bierfasten
„Das fällt ihm am schwersten“, heißt es aus dem Umfeld.
Zwei Wochen bis zur Finalserie
Bis zum Start der Best-of-Seven-Finalserie am 12. April bleiben rund zwei Wochen. Zeit, die Gaugl offenbar nutzen will, um sich bestmöglich vorzubereiten.
Der Gegner wird aktuell noch ermittelt.
Der Fokus in Hartberg liegt aber längst auf etwas anderem.

„Notfalls spiel ich Libero. Oder alles.“
Markus Gaugl, ehem. Vizebürgermeister Hartberg

Stimmen aus der TSV-Familie
Auch innerhalb und rund um die Mannschaft sorgt das Vorhaben für Gesprächsstoff.
Headcoach Markus Hirczy, der selbst früher mit Gaugl zusammengespielt hat:
„Ich kenne seine Qualitäten von früher. Spielverständnis, Übersicht – das war schon stark. Aber… das ist komplett wahnsinnig. Andererseits – was sollen wir machen? Er ist der Chef.“
Auch Kapitän Max Thaller nimmt die Situation mit Humor:
„Ich habe schon viel Wahnsinn in Hartberg erlebt. Das werden wir auch noch meistern.“
„Wir mussten zuerst schauen, ob wir überhaupt noch ein Trikot in seiner Größe haben.“
Materialwart Jakob Schlagbauer
Auch Sponsor Johann Haas von der GeneralAgentur UNIQA-Haas ordnet die Situation mit einem Augenzwinkern ein:
„Ich habe schon viele Entscheidungen gesehen – aber das ist eine neue Kategorie.
Wenn er es durchzieht, stehen wir natürlich dahinter. Versicherbar ist das Ganze allerdings nicht!“
Auch aus dem privaten Umfeld kommt Unterstützung. Seine Partnerin kommentierte das Vorhaben knapp:
„Geh Markus.“
„Wir haben ihm gesagt, er soll langsam anfangen.
Sebastian Kohlhauser, Physiotherapeut
Er hat gefragt, wie schnell langsam ist.“
„Wenn er wirklich spielt, bin ich sicher eine Stunde früher in der Halle.“
Toni Schuller, TSV-Fan der ersten Stunde

… Auflösung
Natürlich ist das ein Aprilscherz. 😄
Was aber kein Scherz ist:
- Wir stehen im Finale.
- Und diesmal wollen wir den Titel.


